Aktuelles

Danke für die Unterstützung und Zusammenarbeit im Jahr 2015

Wir möchten uns ganz herzlich bei den vielen fleißigen Helfern bedanken, die auch in diesem Jahr mit tatkräftiger Unterstützung dazu beigetragen haben, dass eine große Zahl an Aktionen und offenen Sonntagen durchgeführt werden konnte, dass der Garten stets gepflegt aussah und dass das Saatgut rechtzeitig bereit stand. DANKE!

Wir danken außerdem all jenen, die unsere Arbeit durch eine finanzielle Unterstützung möglich machen und wir so einen Beitrag zum Erhalt und zum Schutz alter, wertvoller Kulturpflanzen leisten können.

Wir wünschen Euch und Ihnen allen eine besinnliche Weihnachtszeit und einen guten Start ins neue Jahr!

Im Namen des gesamten Teams aus Stiftungsvorstand und Förderverein

Werner Bueb
und
Jinan El-Hakim

Zucchini anbauen aus eigenen Samen

Zucchini gehören wie Gurke und Kürbis zur Familie der Kürbisgewächse (Cucurbitaceae).
Vertreter dieser Familie enthalten Bitterstoffe aus der Gruppe der Cucurbitacine. Cucurbitacine sind toxisch und kommen vor allem in den Früchten der Pflanzen vor, nur die Samen sind frei von Bitterstoffen.
Während die meisten Wildformen große Mengen an Cucurbitacinen enthalten, wurden unsere Kulturpflanzen auf geringen Bitterstoffgehalt gezüchtet.
Da es sich bei den Kürbisgewächsen jedoch um Fremdbefruchter handelt, kann es zu Verkreuzungen innerhalb einer Art also gegebenenfalls auch mit Ziersorten, die häufig höheren Bitterstoffgehalt aufweisen, kommen. Ebenso können Umweltstress (Hitze, Trockenheit, etc.) oder falsche Lagerung zu einer Erhöhung der Bitterstoffe in den Früchten führen.
Solange die Früchte nicht bitter sind, können alle selbst gezüchteten und gekreuzten Kürbisgewächse (Gurken, Zucchini, Kürbisse usw.) bedenkenlos gegessen werden.

Neue Beschilderung für das Obstmuseum

Für die Attraktivität unseres Samengartens sind ansprechende und informative Schilder sehr wichtig. Das Obstmuseum, von den Besuchern häufig unbemerkt, hat darum in diesem Jahr eine neue Beschilderung bekommen.

Wir bedanken uns bei allen, die uns bei diesem finanziellen Mehraufwand unterstützt haben!

Die Besucher des Obstmuseums werden sicherlich Interessantes erfahren und Denkanstöße mitnehmen - wir wünschen viel Spaß dabei!

 

Bundesfreiwilligendienst im Samengarten

Projektbeschreibung
Die Stiftung Kaiserstühler Garten ist eine gemeinnützige Einrichtung. Ihr Anliegen ist der Erhalt und das Wissen um alte, regionale Kulturpflanzen.
Regionale, samenfeste Kulturpflanzen werden im stiftungseigenen Samengarten in Eichstetten angebaut. Beim Samengarten handelt es sich um einen offenen Schaugarten, der für alle Interessierten das ganze Jahr frei zugänglich ist. Von den meisten angebauten Pflanzen wird nach der Samenreife Saatgut gewonnen. Das Saatgut wird für den erneuten Anbau im Samengarten verwendet und an private Gärtner oder interessierte Landwirte abgegeben.
Im Samengarten finden regelmäßig Führungen statt, für Schulklassen und Kindergartengruppen werden Unterrichtseinheiten abgehalten. Im Sommer gibt es auch 'offene Sonntage' mit Führungen, Getränkeverkauf und Saatgutabgabe.

Anforderungen an den Freiwilligen
Du solltest Spaß an gärtnerischen Tätigkeiten haben, denn ein Großteil der Arbeit besteht aus dem Anlegen und der Pflege der Beete im Samengarten. Viel Zeit nimmt außerdem die Ernte der samenreifen Pflanzen und die Aufarbeitung des Saatgutes in Anspruch. Das Erstellen der Saatgutlisten und die Bearbeitung von Saatgut-Anfragen fallen ebenso in deinen Aufgabenbereich wie die Begleitung von Saatgutseminaren und die Mitorganisation und Standbetreuung bei offenen Sonntagen, auf Messen und anderen Veranstaltungen. Bei Interesse kannst du gerne unseren Facebook-Auftritt ausbauen oder unsere Internetseite pflegen.
Selbstverständlich wirst du ordentlich eingearbeitet und es ist jederzeit ein Ansprechpartner für dich da, dennoch setzen wir selbständiges und eigenverantwortliches Arbeiten voraus. Unsere Organistionsstruktur erlaubt uns leider nur eine Beschäftigung von Bewerbern, die älter als 26 Jahre sind. Die nächste Anstellung ist ab Dezember 2015/Januar 2016 möglich.

Komm doch einfach mal vorbei und lerne uns kennen!

Öffentliche Führungen im Samengarten 2015

Die Stiftung Kaiserstühler Garten bietet während der Saison regelmäßig öffentlichen Führungen im Samengarten an. An den folgenden Sonntagen findet jeweils um 14:00 Uhr eine Führung statt, zusätzliche Führungen um 16Uhr bzw. 12 Uhr werden unter "Termine" angekündigt:

14.06.2015, 05.07.2015, 09.08.2015, 13.09.2015 und am 11.10.2015

Diese Führungen sind kostenlos, Spenden willkommen.

Wir freuen uns sehr auf Ihren Besuch!

Projekt zur Förderung der Getreidevielfalt durch extensiven Anbau mit Ackerbegleitflora und der Entwicklung neuer Produkte aus alten Sorten

Einkornbrot? Emmerbier? Kaum einem sind die Produkte aus diesen, beinahe in Vergessenheit geratenen Getreidearten noch ein Begriff.
Das zu ändern, die Rückkehr alter Getreidearten- und Sorten voranzutreiben und an der Entwicklung neuer Produkte aus den alten Sorten mitzuwirken, sind Ziele des aktuell laufenden Getreide- Projektes des Kaiserstühler Samengartens.

Auf zwei Versuchsflächen wurden insgesamt 15 alte Getreidearten (wie Hartweizen, Emmer und Einkorn) sowie zum Teil alte regionale Getreidesorten (wie Champagnerroggen oder Hohenheimer Weizen) angebaut. Deren Entwicklung und Ernteertragsfähigkeit wird erfasst und hinsichtlich einer Weiterverarbeitung beurteilt. Dabei möchte die Stiftung besonders Partner der Bereiche Erzeugung und Verarbeitung hier aus der Region für ihr Anliegen begeistern und mit vergleichbaren Projektinitiativen, wie z.B. der „IG Emmer und Einkorn“ aus der Schweiz und weiteren in Deutschland kooperieren.

Neben der Kulturpflanzendiversität ist auch der Naturschutz ein wichtiger Bestandteil des von PLENUM Naturgarten Kaiserstuhl geförderten Projekts:
auf einer Versuchsfläche wird das Getreide mit Ackerbegleitflora in ihren Zwischenreihen angebaut. Die Wildkräuter und Ackerblumen erhöhen die Artenzahl und die Strukturvielfalt der Fläche und bieten somit den gefährdeten Bienen und Hummeln ein reicheres Nahrungsangebot. Untersucht wird dabei, inwiefern die Begleitflora das Getreidewachstum fördert und diese Anbaumethode als mögliche Brücke zwischen Naturschutz und Landwirtschaft fungieren kann, die für eine nachhaltige Gestaltung der Landschaft so dringend notwendig ist.

 

Weitere Informationen zum Thema
"Anbau und Nutzung der Getreidevielalt" -->

Interregprojekt >Erhaltung traditioneller Obstsorten am Oberrhein<

Mit insgesamt 14 Projektpartnern auf deutscher und französischer Seite beteiligt sich die Stiftung Kaiserstühler Garten mit ihrem Obstmuseum an diesem Projekt, das im Sommer 2009 begonnen hat und über 3 Jahre angelegt ist.

Projektziele der Stiftung Kaiserstühler Garten sind

- Suche und Identifizierung alter Sorten in der Region
- Ergänzung des Obstmuseums mit alten Sorten
- Durchführen von Baumpflegekursen im Obstmuseum
- Angebote auf der Obstwiese für Kinder, z.B. Apfelsaftpressen
- Öffentlichkeitsarbeit: Sortenschauen, Infomaterialien

Sie haben eine alte Obstsorte in Ihrem Garten, oder Ideen und Anregungen zu diesem Thema? 

Wir freuen uns über Ihr Interesse!